Neuigkeiten

Einladung zum Workshop "Entwicklungskonzept für brachfallende Reblagen und Trockenmauern"

Das Projekt SILVITI wurde zum ersten Workshop des Arbeitspakets "Entwicklungskonzept für brachfallende Reblagen und Trockenmauern" der LEADER-Kulisse Mittelbaden am 23.03.2016 bei der Affentaler Winzergenossenschaft Bühl eingeladen. Dabei wurde SILVITI als ein best practice Beispiel kurz vorgestellt. Knapp 40 Teilnehmerinnen und Teilnhemer diskutierten über alternative Nutzungen für brachgefallene Weinberge oder mögliche Formen und Arten von Trägerschaften zur Durchführung der vorgeschlagenen Maßnahmen und lokalisierten gleichfalls Flächen mit hohem naturschutzfachlichem Wert, besonderer Eignung für Tourismus und Naherholung oder günstige Weinbergslagen zur wirtschaftlichen Nutzung.

Hierbei wurden auch Möglichkeiten der Anpflanzung von Wildobstarten, Gehölzflächen als Pufferzonen zwischen Reben, Wald und bebauten Flächen oder die Wiederaufnahme historischer Waldnutzungsformen wie der Niederwaldwirtschaft aufgeführt. In einem zweiten Workshop sollen die vorgeschlagenen Ideen und Konzepte evaluiert und priorisiert werden. Auch hierbei kann das Projekt SILVITI als Ideengeber bei der praktischen Umsetzung verschiedener Maßnahmen beratend tätig werden.

Erste Waldklimafonds-Tage in Bonn

Vom 20. bis 21. Oktober 2015 fanden in Bonn-Bad Godesberg die ersten Waldklimafonds-Tage statt. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) lud als Projektträger des Waldklimafonds rund 100 Akteure ein, die über Themen wie die Entwicklung der Wälder im Zuge des Klimawandels, die Kohlenstoffreduktion bei der Holzverwendung oder Krisenprävention diskutierten. Das Projekt SILVITI war ebenfalls durch einen 15 minütigen Vortrag mit dem Titel "Silvicultura statt Viticultura, Waldbau statt Weinbau" vertreten. Ausführliche Zusammenfassungen aller vorgestellten Projekte inklusive der 24 präsentierten Vorträge können auf der Homepage des Waldklimafonds eingesehen werden.

Erste Projekttagung am 2. Oktober 2015 in Trier

Am 2. Oktober laden die Professur für Waldbau der Universität Freiburg und das Dienstleistungs-zentrum Ländlicher Raum Mosel zur ersten Tagung des Projekts SILVITI - Silvicultura statt Viticultura - in die Staatliche Weinbaudomäne nach Trier-Avelsbach ein.

Das Projekt SILVITI untersucht das Potenzial seltener und trockenheitstoleranter Laubbaumarten zur Aufforstung von aufgelassenen Weinbergen. Hierbei soll eine alternative Nutzungsform für ehemalige Rebflächen  vorgestellt werden, die sowohl ökologische (Schutz seltener Baumarten, Erhöhung der Artenvielfalt, dauerhafte Speicherung von Kohlenstoff) als auch ökonomische (Nutzung von Holz und Früchten) Ziele verfolgt. Neben der Vorstellung des Projekts wird der Themenkomplex „aufgelassene Weinberge“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet. Hierzu konnten Referenten aus den Bereichen Weinbau, Naturschutz und der Forstverwaltung gewonnen werden.

Für die anschließende Exkursion zur Versuchs- und Demonstrationsfläche ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Das Exkursionsziel ist nach einem fünfminütigen Fußweg von der Domäne aus zu erreichen.

 

Vorläufiges Programm:

 

13.00 Uhr      Begrüßung durch Gerd Permesang, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Mosel, Leiter der Staatlichen Weinbaudomäne Avelsbach

13.10 Uhr      Begrüßung durch Prof. Dr. Jürgen Bauhus, Professur für Waldbau der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

13.15 Uhr      Vortrag „Situation des Weinbaus in der Moselregion“. Dr. Stephan Reuter, Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, Leiter des Weinbauamts Wittlich

13.45 Uhr      Vortrag „Aufgelassene Weinberge aus Sicht des Naturschutz“. Dr. Axel Schmidt, Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord

14.15 Uhr      Vortrag „Aufgelassene Weinberge aus Sicht der Forstverwaltung“. Gundolf Bartmann, Leiter des Forstamts Trier

14.45 Uhr      Vorstellung des Projekts SILVITI – Silvicultura statt Viticultura. Jörg Kunz, Professur für Waldbau der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

15.15 Uhr      Kaffeepause

15.45 Uhr      Exkursion zur Versuchs- und Demonstrationsfläche Avelsbach

17.00 Uhr      Ende der Veranstaltung

 

Wegbeschreibung:

 

Mit dem Auto

Über die A 602 kommend nehmen Sie die Ausfahrt 1 „Trier-Verteilerkreis“ und biegen im Kreisverkehr in die Franz-Georg-Straße ein. Nach circa 1 km biegen Sie links auf die L 114 (Wasserweg) ab. Folgen Sie der Straße für etwa 1,3 km und biegen anschließend links in die Straße „Im Avelertal“ ab. Anschließend folgen Sie einfach der Beschilderung zur Staatlichen Weinbaudomäne Trier.

 

 

Mit dem Zug

Ab dem Hauptbahnhof Trier fahren alle 10 Minuten Busse der Linie SWT 3 in Richtung Tarforst, Ludwig-Erhard-Ring oder in Richtung Kürenz, Am Weidengraben (E) an Bussteig 5. Nach rund 11 Minuten Fahrt steigen Sie an der Haltestelle „Kürenz, Kohlenstraße“ aus, überqueren die Straße und biegen in den Weg „Im Avelertal“ ein. Anschließend folgen Sie einfach der Beschilderung zur Staatlichen Weinbaudomäne Trier, nach circa 10 Minuten Fußweg haben Sie die Domäne erreicht.

 

Anmeldung:

 

Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 28.09.2015 verbindlich zur Tagung an.

 

Per E-Mail:     Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Telefonisch:   0761/203-3678

Via Fax:        0761/203-3781

Postalisch:    Professur für Waldbau, Projekt SILVITI, Tennenbacher Straße 4, 79106 Freiburg

Feldarbeiten für das Arbeitspaket "Genetik Elsbeere" begonnen

Seit heute laufen die Probennahmen für das Arbeitspaket "Klonale Diversität der Elsbeere entlang von Trockenheits-gradienten". Darin soll untersucht werden, ob sich die genetische Variabilität innerhalb verschiedener Populationen der Elsbeere mit sinkender Wasserverfügbarkeit der Standorte reduziert. Ein solches Muster würde auf eine genetische Anpassung besonders trockenheitsresistenter Individuen auf stark wasserlimitierten Flächen hindeuten.

Für die genetischen Untersuchungen werden an Elsbeeren Blattproben entnommen. Zusätzlich werden weitere baum- und standortsspezifische Parameter wie Höhen und Dicken der Elsbeeren erhoben, oder eine Einschätzung der Trockenheit der untersuchten Standorte vorgenommen. Die langwierigen Feldarbeiten werden tatkräftig durch die Praktikantin Audrey Louy unterstützt.

Da die Feldarbeiten zeitraubende Untersuchungen zur Nährstoff- und Wasserverfügbarkeit des Bodens beinhalten, für die das Ausheben von Bodenprofilen sowie das Sammeln von Proben mit dem Bohrstock nötig sind, werden die Geländearbeiten im Frühjahr 2016 fortgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt können auch wieder frisch Blätter an gesammelt werden, die sich für genetische Analysen besonders gut eignen. Die bereits gewonnenen Elsbeerblätter werden im Labor des Departments Biozönoseforschung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Halle getrocknet, und bis zur endgültigen Analyse des gesamten Probenkollektivs aufbewahrt. Von den angepeilten 20 zu untersuchenden Beständen konnte bisher knapp die Hälfte bearbeitet werden.

Erste Flächeninventur beendet

In den letzten Wochen wurden an den 4150 bisher auf den Versuchsflächen gepflanzten Bäumen die jeweiligen Höhen und Dicken erhoben. Zusätzlich wurde überprüft, wie viele Individuen aufgrund der Kälteperiode im Februar oder infolge von Verbiss durch Kleinnager bisher ausgefallen sind. Erste Ergebnisse zeigen, dass die seltenen Baumarten gut durch den Winter gekommen sind. Einzig der Französiche Ahorn zeigt eine leicht erhöhte Mortalität, was sich jedoch vor allem durch die relativ geringe Höhe der erworbenen Pflanzen erklären lässt. Die erhobenen Daten dienen als Basiswerte für alle weiteren nachfolgenen Inventuren.

Kontakt

Jörg Kunz

Professur für Waldbau
Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Tennenbacherstraße 4
79106 Freiburg

Tel: 0761/203-8603
Fax: 0761/203-3781
E-Mail: 
joerg.kunz@waldbau.uni-freiburg.de