Ziele

Innerhalb des Projekts SILVITI werden insgesamt fünf Arbeitsziele verfolgt:

  1. Förderung der teilweise sehr seltenen Laubbaumarten Elsbeere, Speierling, Mehlbeere, Feldahorn, Französischer Ahorn, Wildapfel und Wildbirne im ursprünglichen Verbreitungsgebiet unter Erhöhung der biologischen Vielfalt und der Erhaltung forstgenetischer Ressourcen.

  2. Erhalt der für die Kulturlandschaft typischen Strukturen und deren wertvollen ökologischen Nischen.

  3. Identifikation anpassungsfähiger und standortgerechter Provenienzen dieser Arten, die auch zukünftig auf warmen und trockenen Standorten wertvolles Holz produzieren und zur Stabilität von Waldökosystemen und Kulturlandschaften beitragen.

  4. Etablierung von alternativen, wirtschaftlichen und für die weitere praktische Umsetzung geeigneten Nutzungsformen für aufgelassene Weinberge sowie Erarbeitung von konkreten Handlungsempfehlungen für interessierte Akteure.

  5. Langfristige Speicherung von Kohlenstoff durch die Bereitstellung von Wertholz und dessen Verarbeitung in langlebige und wertvolle Holzprodukte.

Im Rahmen der dreijährigen Projektlaufzeit (01.01.2014 - 31.12.2016) sollen die Ziele auf den Versuchs- und Demonstrationsflächen erfüllt werden. Die Vielzahl der ausgegebenen Arbeitsziele deckt zeitgleich mehre Förderschwerpunkte des Waldklimafonds ab. Dies zeigt deutlich, dass das Projekt SILVITI vielseitige Vorhaben bei einer engen Vernetzung von Forschung, Praxis, Naturschutz und Wirtschaft verfolgt. Die bisher kaum kooperierenden Fachrichtungen Waldbau und Weinbau können ihr Vorwissen austauschen, zuvor bereits aufgetretene Fehler beim Management von aufgelassenen Weinbergen vermeiden und dadurch stark voneinander profitieren. Im integrativen Ansatz des Projekts liegt eine der größten Stäken, wodurch die Multifunktionalität der Idee eine hohe Akzeptanz, ein weites öffentliches Interesse und eine möglichst universelle und einfache Übertragbarkeit der erarbeiteten Modelle erlaubt.